THE TING

Norsk Teknisk Museum | Oslo (NO) | 2014

Anlässlich des 100. Jubiläums des Norsk Teknisk Museum in Oslo wurde das partizipative und interaktive Ausstellungserlebnis TING kreiert. Hier werden die Besucher für die komplexe Beziehung zwischen Technologie und Demokratie sensibilisiert. Auf ihrem Weg durch die Ausstellung passieren sie unterschiedliche Zonen: Eingestimmt werden sie durch grafische Paneele mit Illustrationen acht verschiedener Objekte, denen bewusst widersprüchliche Zitate gegenübergestellt werden, um die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Demokratie und Technologie anzuregen. Sie repräsentieren die in der finalen TING-Debatte diskutierten Technologien. Zugleich erhalten die Besucher auch einen simplen Holzwürfel. Dieser dient, analog zum digitalen Pixel, als haptisches Werkzeug innerhalb der Ausstellung, um digitale Interaktionen auszulösen und um die persönliche Stimme in der TING-Debatte zu platzieren.


Nach dieser Einleitung betreten sie einen Bereich, in welchem bedeutende Objekte unter dem Aspekt des Einflusses der ihnen zu Grunde liegenden Technologie beleuchtet werden. Es soll verdeutlicht werden, dass es nie nur eine einzige, sondern, von unterschiedlichen Standpunkten betrachtet, immer mehrere Wahrheiten gibt. Das Herzstück der Ausstellung bildet ein großer Amphitheater ähnlicher Raum – das TING. In seiner ursprünglichen Form ist das TING eine Volks- und Gerichtsversammlung, in welcher Themen zur öffentlichen Diskussion gestellt wurden. Mit dieser Ausstellung wurde das TING in Form eines riesigen medialen Exponat-Theaters neu erfunden – ein diskursiver, sozialer Raum, in dem dramaturgische Ausstellungsgestaltung Hand in Hand mit immersiven und interaktiven Medien arbeitet, um eine partizipative Erfahrung zu schaffen, in deren Zentrum der Besucher steht.

Das den interaktiven TING-Tisch umgebende, 25m breite und 5m hohe Regal zeigt 100 Objekte aus der Sammlung des Museums und dient gleichzeitig als 180° Projektionsfläche. Besucher erkunden das Regal mittels interaktiver Tablets oder durch Platzieren der Holzwürfel auf dem interaktiven Tisch und hauchen so den Objekten filmisch Leben ein. Acht kontroverse Objekte werden innerhalb zweiminütiger narrativer Filme vorgestellt und die ihnen zu Grunde liegende Technologie zur interaktiven Diskussion zum TING gebracht. Ausgangspunkt für diese Diskussionsrunden bilden fünf, jeweils auf das Objekt abgestimmte, teils provokative und zugespitzte Fragen. Basierend auf den Antworten diskutieren die Besucher die Einflüsse der jeweiligen Technologie im Bezug auf Demokratie und Gesellschaft. Die Beantwortung der Fragen erfolgt durch Platzieren der Holzklötze auf dem Tisch oder via Tablets. Die Ergebnisse werden mittels in Echtzeit generierter Grafiken medial visualisiert und die jeweilige Auswertung wird durch einen Moderator unterstützt. Gespeicherte Ergebnisse vergangener Runden erscheinen als eine kumulativ wachsende Landschaft, die sich über die Dauer der Ausstellung dynamisch verändert.

Durch die Synthese modernster Ausstellungstechnik, großformatiger Filmprojektion, interaktiver Medien und die hohe Besucherbeteiligung entstand ein bahnbrechend neues Ausstellungsformat: Das erste Multimedia-TING.

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Anlässlich des 100. Jubiläums des Norsk Teknisk Museum in Oslo wurde das partizipative und interaktive Ausstellungserlebnis TING kreiert. Hier werden die Besucher für die komplexe Beziehung zwischen Technologie und Demokratie sensibilisiert. Auf ihrem Weg durch die Ausstellung passieren sie unterschiedliche Zonen: Eingestimmt werden sie durch grafische Paneele mit Illustrationen acht verschiedener Objekte, denen bewusst widersprüchliche Zitate gegenübergestellt werden, um die Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Demokratie und Technologie anzuregen. Sie repräsentieren die in der finalen TING-Debatte diskutierten Technologien. Zugleich erhalten die Besucher auch einen simplen Holzwürfel. Dieser dient, analog zum digitalen Pixel, als haptisches Werkzeug innerhalb der Ausstellung, um digitale Interaktionen auszulösen und um die persönliche Stimme in der TING-Debatte zu platzieren.


Nach dieser Einleitung betreten sie einen Bereich, in welchem bedeutende Objekte unter dem Aspekt des Einflusses der ihnen zu Grunde liegenden Technologie beleuchtet werden. Es soll verdeutlicht werden, dass es nie nur eine einzige, sondern, von unterschiedlichen Standpunkten betrachtet, immer mehrere Wahrheiten gibt. Das Herzstück der Ausstellung bildet ein großer Amphitheater ähnlicher Raum – das TING. In seiner ursprünglichen Form ist das TING eine Volks- und Gerichtsversammlung, in welcher Themen zur öffentlichen Diskussion gestellt wurden. Mit dieser Ausstellung wurde das TING in Form eines riesigen medialen Exponat-Theaters neu erfunden – ein diskursiver, sozialer Raum, in dem dramaturgische Ausstellungsgestaltung Hand in Hand mit immersiven und interaktiven Medien arbeitet, um eine partizipative Erfahrung zu schaffen, in deren Zentrum der Besucher steht.

Das den interaktiven TING-Tisch umgebende, 25m breite und 5m hohe Regal zeigt 100 Objekte aus der Sammlung des Museums und dient gleichzeitig als 180° Projektionsfläche. Besucher erkunden das Regal mittels interaktiver Tablets oder durch Platzieren der Holzwürfel auf dem interaktiven Tisch und hauchen so den Objekten filmisch Leben ein. Acht kontroverse Objekte werden innerhalb zweiminütiger narrativer Filme vorgestellt und die ihnen zu Grunde liegende Technologie zur interaktiven Diskussion zum TING gebracht. Ausgangspunkt für diese Diskussionsrunden bilden fünf, jeweils auf das Objekt abgestimmte, teils provokative und zugespitzte Fragen. Basierend auf den Antworten diskutieren die Besucher die Einflüsse der jeweiligen Technologie im Bezug auf Demokratie und Gesellschaft. Die Beantwortung der Fragen erfolgt durch Platzieren der Holzklötze auf dem Tisch oder via Tablets. Die Ergebnisse werden mittels in Echtzeit generierter Grafiken medial visualisiert und die jeweilige Auswertung wird durch einen Moderator unterstützt. Gespeicherte Ergebnisse vergangener Runden erscheinen als eine kumulativ wachsende Landschaft, die sich über die Dauer der Ausstellung dynamisch verändert.

Durch die Synthese modernster Ausstellungstechnik, großformatiger Filmprojektion, interaktiver Medien und die hohe Besucherbeteiligung entstand ein bahnbrechend neues Ausstellungsformat: Das erste Multimedia-TING.

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Credits

Eine Produktion von TAMSCHICK MEDIA+SPACE GmbH im Auftrag der Ralph Appelbaum Associates in Zusammenarbeit mit dem Norsk Teknisk Museum

 

KUNDE
Norsk Teknisk Museum

 

LEAD-AGENTUR/ SZENOGRAFIE
Ralph Appelbaum Associates

 

AUFGABEN TMS
Kreativdirektion, Konzept, Design, Skript, Storyboard, Schnitt, Motion Design, Animation, Interaktive Programmierung, Lichtprogrammierung, Implementierung, Projektmanagement
Musik und Sounddesign: BLUWI Music and Sounddesign GbR

 

Kreativdirektion/ Regie
Marc Tamschick

 

Projektleitung
Tobias Ziegler

 

Lead-Design
Natalie van Sasse van Ysselt, Marc Osswald

 

Fotos
Manfred H. Vogel

Awards

German Design Award 2016, Nominee
Excellent Communications Design

 

Roy L. Shafer Leading Edge Awards 2015, Award
Visitor Experience (Large Institution)

 

Applied Arts Design Awards 2015, Winner
Environmental Signage - Series

 

2015 MUSE Award, Silver
Multimedia Installations

 

Mariano Gago Ecsite Award 2015
Ecsite Creativity Award

 

SEGD Global Design Awards 2015, Honor Award
Experiential Graphic Design

 

Art Directors Club (ADC) 2015, Gold
Kommunikation im Raum/ Temporäre Themenausstellung

 

iF Award 2015, Design Award
Innenarchitektur/ Installationen

 

Gute Gestaltung 15, Silber
Raum/ Architektur

 

IDCA Awards 2014, Gold
Best scenography for a temporary exhibition


Red Dot Award 2014, Winner
Spatial Communication/ Exhibition Design

 

Technische Details

Regal
3 Projektoren
lineares Video und echtzeit-generierter 2D und 3D Grafik
5.280 x 1.056 Pixel

 

Interaktiver Tisch
1 Projektor
Durchmesser 4m
1.200 x 1.200 Pixel
IR-Tracking von naturbelassenen Holzwürfeln

 

10 Microsoft Tablets mit echtzeit-generierter 2D und 3D Grafik

 

3-Kanal Sound
Web-Interface für Kommentarfunktion